Welche ist die häufigste Herzrhythmusstörung?

Abgesehen von harmlosen Extrasystolen ist Vorhofflimmern die häufigste Herzrhythmusstörung. Dabei flimmern oder zittern die Herzvorhöfe, sodass sie nicht mehr optimal arbeiten können. Die Vorhöfe schlagen dabei mit einer Frequenz von mehr als 400 bis 500 Schlägen pro Minute. Dadurch kann nicht mehr genügend Blut in die Herzkammern gepumpt werden, das Blut „steht“ in den Vorhöfen. Mögliche Komplikation: Kleine Blutgerinnsel werden in den Kreislauf gepumpt und können die Blutgefäße verstopfen. Als Folge können Schlaganfälle oder Gefäßverschlüsse an Armen, Beinen oder im Bauch auftreten.

Welche Ursachen hat Vorhofflimmern?

Meist wird Vorhofflimmern durch eine Schädigung des Herzmuskels verursacht. Die Schäden entstehen durch die koronare Herzerkrankung, Herzklappenerkrankungen, Herzschwäche, Bluthochdruck, hohen Alkoholkonsum oder eine Schilddrüsenüberfunktion. Aber auch Herzgesunde können betroffen sein: Je älter wir werden, desto mehr Verschleißprozesse finden im Herzen statt. Auch exzessiver Sport wie Marathonlauf begünstigt Vorhofflimmern.

Sind Schmerzen in der linken Brustseite Anzeichen für einen Herzinfarkt?

Linksseitige Brustschmerzen können unterschiedlichste Ursachen haben. Veränderungen der Muskel- und Skelettalorgane haben häufig ähnliche Symptome wie Herzerkrankungen. Beschwerden z. B. durch Wirbelsäulenprobleme treten meist bei bestimmten Körperbewegungen auf. Nehmen Beschwerden bei körperlicher Belastung zu, so deutet dies eher auf eine Herzerkrankung hin. Die Ursache der Beschwerden sollte in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden. Bei heftigen Schmerzen in der Brust, die mit Übelkeit, Kreislaufbeschwerden oder Luftnot verbunden sind, sollte umgehend der Notarzt alarmiert werden.

Lässt Luftknappheit, insbesondere bei körperlicher Belastung, auf Herzprobleme schließen?

Die Ursachen von Luftnot können Herz-, Lungen- aber auch seltener Leber- und Nierenerkrankungen sein. Lungenerkrankungen sind häufig verbunden mit produktivem Husten. Herzerkrankungen gehen mit Brustschmerzen oder Herzrhythmusstörungen einher. Luftknappheit kann aber auch das einzige Symptom sein. Um die Ursache genau diagnostizieren zu können, sollten unbedingt Untersuchungen in der Praxis durchgeführt werden.

Was soll ich bei unregelmäßigem Herzschlag tun?

Herzrhythmusstörungen sollten abgeklärt und die Ursache gefunden werden. Diese können z. B. durch Elektrolytstörungen, Durchblutungsstörungen am Herzen oder Herzklappenprobleme hervorgerufen werden. Anschließend kann eine entsprechende Behandlung z. B. mit Medikamenten eingeleitet werden.

Ich soll mich am Herzen operieren lassen. Kann ich bei Ihnen eine zweite Meinung einholen?

Jeder kann sich eine zweite, unabhängige Meinung einholen. Dies geschieht auf Basis der vorliegenden Befunde, gegebenenfalls nach eigener Untersuchung und Diagnostik. Meine langjährige Erfahrung sowie die Kenntnis der modernsten Therapieverfahren sind die Basis meiner Empfehlungen.

Können Sie mich nach einem Herzinfarkt und Therapie mittels Herzkatheter oder Bypass-, Defi- und Schrittmacherimplantation weiterversorgen?

Nach einem Herzinfarkt oder einer OP ist die Weiterbehandlung sehr wichtig. In meiner Praxis werden sämtliche Untersuchungen und Behandlungsmethoden für die Weiterbehandlung angeboten. Dazu gehören u. a. Diagnostik und Therapie der Risikofaktoren, die Überwachung der Medikamente, Belastungstests zur Überprüfung der Durchblutung am Herzen und der Bypässe, Defibrillatoren oder Schrittmacher.

Wie kann man einer vorzeitigen Herzerkrankung vorbeugen?

Das Risiko für Herzerkrankungen wird gesteigert durch Bluthochdruck, Diabetes, Erhöhung der Blutfette, Übergewicht, Bewegungsmangel, familiäre Vorbelastung und Rauchen. Besonders gefährdet sind Menschen, bei denen sich bereits unbemerkt Anzeichen für eine Krankheit eingeschlichen haben. Eine Check-up-Untersuchung hilft, Risikofaktoren und verborgene Krankheiten zu entdecken sowie entsprechende Vorsorgemaßnahmen einzuleiten.

In meiner Familie kamen Herzinfarkte vor. Bin ich gefährdet?

Die familiäre Vorbelastung ist ein wichtiger Risikofaktor – besonders, wenn jüngere Familienmitglieder von einer Herzerkrankung/einem Herzinfarkt betroffen sind. Ich empfehle einen Herz-Kreislauf-Check-up sowie die Untersuchung auf Risikofaktoren.

Warum sollte man zum Kardiologen?

Wenn Sie sich in folgenden Szenarien wiedererkennen, sollten Sie einen Termin in meiner Praxis vereinbaren: Sie haben hatten Herzstolpern oder Herzrasen, es trat ungewöhnliche Atemnot bei Belastung oder ein Engegefühl im Brustkorb auf. Ihr Hausarzt hat Auffälligkeiten im EKG festgestellt. Sie haben öfter geschwollene Beine. Sie hatten eine kurze Ohnmacht. Der Blutdruck ist zu hoch oder zu niedrig. Sie leiden an Diabetes mellitus. Eine OP ist geplant und das Narkoserisiko soll beurteilt werden. Sie wollen sich vorsorglich untersuchen lassen, weil z. B. in Ihrer Familie gehäuft Herzerkrankungen aufgetreten sind.

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